Es fing alles mit dem Tagebuch der Löhner Störche (Horstaufstellung am 27.01.2016) im NaturSchutzGebiet "Blutwiese" in Löhne an. Der erste Storch im Nest hiess "Goldi"
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Freitag, 16. Januar 2026
Ein männlicher Eisvogel in Löhne auf dem Mühlenbach
Hurra = ein E i s v o g e l !!
Nach einer längeren Zeit – fast ein Jahr lang – führte mich mein Weg endlich wieder einmal zum Mühlenbach. Vor Jahren ging ich dort täglich mit Susi entlang, aber sie kann inzw. bedingt durch ihr Alter und Arthrose in den Füßchen diese Strecke leider nicht mehr gehen. Außerdem meide ich den Weg am Mühlenbach, hatte ich doch vor ein paar Jahren meinen schrecklichen Unfall dort, in dem meine linke Schulter bei einem Sturz völlig zertrümmert wurde. Jetzt habe ich ein Implantat in der linken Schulter und Oberarm, was mich leider jeden Tag aufs Neue an diesen Unfall erinnert.
Trotzdem habe ich mich ins Auto gesetzt und bin in die Nähe auf einen Parkplatz gefahren um dann zu Fuß am Mühlenbach durch den Wald zu gehen.
Eigentlich wollte ich ja Vögel oder Eichhörnchen fotografieren. Tief in mir schlummerte zwar die Hoffnung auf den Eisvogel, doch ich wagte kaum, daran zu denken, denn zu selten zeigt er sich.
Ich war schon ein gutes Stück am Bach entlang gegangen, als plötzlich ein blauer funkelnder Blitz über das Wasser huschte. Mein Herz machte einen Sprung. Instinktiv änderte ich die Richtung und folgte dem Weg am Mühlenbach, den er übers Wasser genommen hatte.
Der Löhner Mühlenbach am 13.01.2026
Auf der kleinen Brücke am Blockheizkraftwerk der Löhner Stadtwerke blieb ich stehen. Der Eisvogel war weg...er ist ja auch sooo schnell.
Ich schaute noch eine Weile in das leise vor sich hin plätschernde Wasser des Mühlenbachs – wartend, lauschend – bis ich etwas Blaues in der Ferne entdeckte
Dort saß er !!!!!! Wie ein kleiner Diamant. Still, fern, ganz ruhig auf auf einem Ast.
In diesem Moment war ich dankbar, auf meine innere Stimme gehört zu haben. Statt der Kamera mit dem kleineren Objektiv hatte ich das große 600er dabei. Nimm das Objektiv mit der langen Brennweite, hatte meine innere Stimme mir befohlen – wer weiß, was dir heute begegnet. Und genau dafür war es nun perfekt.
Ich konnte das schwere Objektiv sicher auf dem Brückengeländer ablegen und den Eisvogel in aller Ruhe fotografieren. Er blieb reglos, ganz bei sich, als hätte die Zeit für einige Minuten angehalten. Zwischendurch filmte ich ihn sogar mit dem Handy.
Ein Bekannter kam vorbei, wir sprachen leise über diese besondere Begegnung (er freute sich auch über die Entdeckung) – doch der Eisvogel blieb auf seinem Ast, unbeeindruckt und gelassen. Zu weit entfernt, um uns wahrzunehmen.
Ich bin einfach nur glücklich, dass mir wieder einmal solche Aufnahmen von meinem Lieblingsvögelchen gelungen sind. Im Flug ist er kaum zu fotografieren – ein flüchtiger Moment aus Licht und Farbe. Doch ruhend auf einem Ast, besonders in der kalten Jahreszeit, schenkt er uns einen Blick in seine stille Welt.
Rechts an der Böschung der Brücke flogen einige Schwanzmeisen umher. Aber mein Fokus lag bei dem Eisvogel, obwohl Schwanzmeisen auch schöne Fotomotive bieten. Sie hüften allerdings von Ast zu Ast, was das Fotografieren nicht so einfacht macht.
Nach etwa fünfzehn Minuten flog der kleine blaue Diamant dann davon.
Tschüüüüsss, kleiner Eisvogelmann......bis demnächst mal wieder
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